Schluss mit Mobbing!
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Opferprofil

Permalink 09.08.10 13:38, von admin, Kategorien: Opfer

tyrannisierte Schüler und Schülerinnen sind oft in Situationen, wie sie beschrieben wurden, außerdem weisen sie wahrscheinlich eines oder mehrere der folgenden allgemeinen Merkmale auf :
Persönlichkeitsmerkmale:

  • ängstlich,
  • ungeschickt,
  • Minderwertigkeitsgefühle,
  • physisch schwach;
  • ist gern daheim und erfreut sich guter Familienbeziehungen;
  • scheu,
  • ungesellig,
  • reagiert bei Attacken mit Schreien,
  • kommuniziert schlecht

    Fortsetzung:

Schulmerkmale:

  • positive Einstellung zur Schule;
  • wenig Freundschaften;
  • unterdurchschnittlich populär ...

Familienmerkmale:

  • überbehütet;
  • von der Familie abhängig;
  • enge Beziehungen zur Familie, aber viel mehr Familienprobleme als unauffällige Schüler ...

Physische Faktoren:

  • schwach,
  • unfähig, sich zu wehren;
  • wenig Energie;
  • jünger und kleiner als "Täter"; unterdurchschnittlich attraktiv ...
Opfertypen

Grundsätzlich lassen sich zwei Opfertypen klassifizieren: Das passive Opfer und das provozierende Opfer. Hier die Merkmale im Detail:
Passive Opfer

  • Körperlich schwächer
  • Ängstlich unsicher
  • Still in der Klasse
  • Reagieren auf Angriffe mit Weinen
  • Kommen aus überbehüteten Familienstrukturen
  • Schwaches Selbstwertgefühl

Provozierende Opfer
Das Gewalttäter-/Gewaltopfer-Problem bei einem provozierenden Opfer ist oft dadurch gekennzeichnet, dass viele Schüler und Schülerinnen, vielleicht die ganze Klasse, am Mobben beteiligt sein können. Allgemein ist dieser Typ wahrscheinlich ängstlich, unsicher, unglücklich und besorgt, mit einem negativen Selbstbild. Außerdem können die herausfordernden Opfer

  • ängstlich und aggressiv sein
  • Konzentrationsprobleme haben und hyperaktiv wirken
  • leicht reizbar sein
  • sich häufig in den Vordergrund spielen

Die meisten Opfer

  • werden von der Klasse abgelehnt
  • sind offensichtlich unbeliebt auch bei Erwachsenen, sogar bei Lehrer/Innen
Anzeichen, dass jemand Opfer ist

In der Schule
Primäre Anzeichen Kinder oder junge Leute, die gemobbt werden, können eines oder (gewöhnlich) mehrere der folgenden Anzeichen aufweisen: Sie werden (wiederholt) auf hässliche Weise gehänselt, beschimpft (sie können auch herabsetzende Spitznamen tragen), verhöhnt, herabgesetzt, lächerlich gemacht, eingeschüchtert, entwürdigt, bedroht, herumkommandiert, tyrannisiert, unterdrückt.

  • Man macht sich über sie lustig und lacht sie aus in herabsetzender und unfreundlicher Art und Weise.
  • Man reitet auf ihnen herum, stößt sie herum, schiebt sie beiseite, pufft sie, schlägt sie, tritt sie (und sie sind nicht fähig, sich selbst angemessen zu wehren).
  • Sie werden in «Streitigkeiten» und «Kämpfe» hineingezogen, in denen sie fast wehrlos sind und aus denen sie versuchen, sich zurückzuziehen (vielleicht weinend).
  • Ihre Bücher, ihr Geld und anderer Besitz werden ihnen weggenommen, beschädigt oder verstreut.
  • Sie haben Prellungen, Verletzungen, Schnitte, Kratzer oder zerrissene Kleidung, für die es keine natürliche Erklärung gibt

Sekundäre Anzeichen

  • Sie sind (oft) allein und ausgeschlossen von der Gruppe Gleichaltriger in den Pausen und beim Essen. Sie scheinen keinen einzigen guten Freund oder Freundin in der Klasse zu haben.
  • Sie werden bei Mannschaftsspielen als letzte ausgewählt.
  • Sie versuchen, sich in der Pause in der Nähe des Lehrers oder der Lehrerin oder anderer Erwachsener aufzuhalten.
  • Sie haben Mühe, vor der Klasse zu sprechen und machen einen ängstlichen und unsicheren Eindruck.
  • Sie scheinen hilflos, unglücklich, deprimiert, den Tränen nahe zu sein.
  • Sie zeigen eine plötzliche oder allmähliche Verschlechterung ihrer Schulleistungen.

Zu Hause
Primäre Anzeichen

  • Sie kommen aus der Schule nach Hause mit zerrissenen oder unordentlichen Kleidern, beschädigten Sachen.
  • Sie haben Prellungen, Verletzungen, Schnitte, Kratzer, für die sich keine natürliche Erklärung findet.

Sekundäre Anzeichen

  • Sie bringen keine Klassenkameraden oder andere Gleichaltrige mit nach Hause nach der Schule und verbringen selten Zeit im Haus oder auf dem Spielplatz von Klassenkameraden.
  • Sie haben vielleicht keinen einzigen guten Freund oder keine Freundin, mit dem oder mit der sie ihre Freizeit verbringen (Spielen, Einkaufen, Sport und Musikunternehmungen, am Telefon schwatzen usw.).
  • Sie sind selten oder nie zu Parties eingeladen, und ihnen liegt vielleicht auch nicht daran, selbst Parties auszurichten (weil sie damit rechnen, dass niemand kommen will).
  • Sie scheinen ängstlich oder widerwillig, morgens zur Schule zu gehen, haben keine Appetit, haben häufig Kopf- oder Magenschmerzen (besonders morgens).
  • Sie wählen einen «unlogischen» Weg zur und von der Schule.
  • Sie schlafen unruhig und haben schlechte Träume, weinen vielleicht im Schlaf.
  • Sie verlieren die Lust an Schularbeiten und bekommen schlechtere Zensuren.
  • Sie scheinen unglücklich, traurig, deprimiert zu sein oder zeigen unerwartete Stimmungswechsel mit Gereiztheit und plötzlichen Zornausbrüchen.
  • Sie verlangen oder stehlen zusätzliches Geld von der Familie (um die Tyrannen zu beschwichtigen).

Olweus, Dan Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten - und tun können (Broschiert) , Huber, Bern 2006

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