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Steter Tropfen …..

28.02.11

Permalink 19:51:, von admin E-Mail , 695 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Primarstufe

mein Sohn Daniel wurde seit Ende der 2. Klasse von 3 seiner Mitschüler mehrmals in der Woche gemobbt. Er ist nun in der 3. Klasse, seine Noten haben sich sehr verschlechtert und ich kämpfe seit Oktober 2010, das es endlich aufhört.

Nun zum Anfang:
Ich habe nicht geglaubt das es sich um Mobbing handelt. Mein Sohn veränderte sich. Er wurde verbal aggressiv, weinte viel, konnte sich immer schlechter konzentrieren. Wir leben auf dem Land und ich dachte ehrlich Mobbing würde es in diesem Umfang in Großstädten geben und zudem nicht in so niedrigen Klassen.Er kam  von der Schule mit zerrissenen Jeans, total verschmutzter Kleidung. Ich habe dann mit seinem Kinderarzt einen Termin ausgemacht, der mir ganz klar sagte, das es sich um Mobbing handelt.
Ich suchte dann im Internet nach Mobbing und es war schrecklich was da alles passiert.

Fortsetzung:


Nach dem Kinderarzt habe ich dann mit Daniels Klassenlehrer gesprochen, der mich überhaupt nicht ernst genommen hat. Er sagte  das der Schlimmste von allen-Marcel ein sehr soziales, hilfsbereites Kind sei.
Ich wandte mich an die Schulpsychologin, die mir dann sagte, das sie nur ab der 5 Klasse zuständig sei. Die Attacken auf Daniel wurden immer schlimmer, das Kind weinte im Schlaf und ich informierte den Elternbeirat. Was auch nichts brachte.
Zwischendurch redete ich immer wieder mit Daniels Lehrer.


Ich versuchte es bei einer Schulpsychologin in Traunstein, die so überlastet war, das sie Anfang Dezember keine Zeit hatte und bis nach den Weihnachtsferien warten wollte.
Dann erfuhr ich über eine Hausaufgabenbetreuerin das es in Traunstein einen Beratungslehrer gab, dieser wollte vor den Weihnachtsferien auch nichts mehr unternehmen und da ging ich an die Decke. Der Beratungslehrer fuhr dann noch in der gleichen Woche an die Schule um mit dem Lehrer zu reden. Mit Daniel redete er nicht.


Da die Mobbingangriffe immer in den Pausen oder am Ende der Schule passierten fragte ich in der Schule nach, wo denn die Pausenaufsicht sei. Man gab mir zur Antwort das bei über 100 Kindern die Aufsicht nicht überall sein kann.
Langsam bemerkte ich, das die Schule gereizt reagierte. Daniels Lehrer nahm mich nun endlich ernster, da ich nicht locker ließ.
Meine Eltern, die Daniel betreuen bevor ich von der Arbeit nach Hause komme, fuhren mehrmals in die Schule um zu beobachten, was da so passierte.
Ich muß noch dazu schreiben, das natürlich die ganze Familie die Nase voll hatte, da rein gar nichts von Seite der Schule passierte und es Daniel richtig schlecht ging.


Der Lehrer wusste von den Beobachtungen von Seiten meiner Eltern und eines Tages stürmte er auf meine Eltern zu und sagte das sie die Schule nicht mehr betreten dürfen und wenn würden sie Hausverbot bekommen. Diese Unterhaltung war von beiden Seiten her nicht mehr als ruhig zu bezeichnen und es gab viele Kinder und auch Eltern, die diese Auseinandersetzung mithören mussten.
Am selben Tag rief mich der Beratungslehrer an und behauptete das ich über die Mutter von Marcel etwas erzählen würde. Das stimmte ganz und gar nicht! Ich reagierte dementsprechend gereizt bei dem Gespräch, wobei ich den Eindruck hatte, das uns alle klein machen wollten.
Dann erfuhr ich von dem Beratungslehrer das es in Traunstein eine Schulpsychologin gibt , die sich mit Mobbing auskennt. Noch am selben Tag nahm ich Kontakt zu ihr auf und das war die Erste die uns ernst nahm.

Sie war bis jetzt 3x an der Schule, führte Gespräche mit dem Klassenlehrer, Daniel und einigen Kindern von der Klasse.
Sie macht ihre Sache sehr gut und ist immer für uns da.
Zwischenzeitlich war ich mit Daniel noch bei einem Heilpraktiker, der ihn auch stabilisieren konnte.Morgen melde ich ihn zur Nachhilfe an und dann hoffe ich das es Daniel wieder besser geht und er wieder ein fröhliches Kind wird.
Die Sache mit dem Mobbing ist natürlich noch nicht ausgestanden, aber wir sind auf dem besten Weg. Ganz interessant ist, das einige Eltern uns jetzt nicht mehr grüßen.

Ich habe unsere Geschichte jetzt geschrieben, weil ich allen Beteiligten sagen will:

-Beobachten Sie Ihr Kind. Nehmen Sie Erzählungen ernst!
-Lassen Sie nicht locker, wenn es auch ein harter Weg ist!
-Sagen Sie Ihrem Kind immer wieder das es nicht schuld ist!
-Kämpfen Sie mit Ihrem Kind!

Mit freundlichen Grüßen
Helga Schiller

 

Mobbingleaks ist ein Blog mit authentischen Mobbing Fällen. Lösungen bei Mobbing werden aufgezeigt.

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